Frankreich reduziert Atomwaffenarsenal
Nach Großbritannien wird nun auch Frankreich sein Atomwaffenarsenal auf unter 300 Sprengköpfe reduzieren. Anlässlich der Taufe des ballistischen Atom-U-Bootes Le Terrible in Cherbourg kündigte Präsident Sarkozy eine deutliche Reduzierung des Arsenals um etwa 1/3 an.
Anders als Großbritannien möchte Frankreich jedoch auch weiterhin eine luftgestützte Komponente beibehalten, wenn auch in deutlich reduziertem Umfang. Großbritannien musterte 1998 seine letzten Atombomben zum Einsatz durch Kampfflugzeuge aus und hat seitdem seine Sprengköpfe komplett auf den vier Atom-U-Booten der Vanguard Klasse stationiert. Frankreich wird jedoch neben den Sprengköpfen auf seinen derzeit drei U-Booten der Triomphant Klasse (das vierte wird 2010 in Dienst gestellt) auch weiterhin Atomwaffen zum Einsatz durch Flugzeuge bereithalten.
Inwiefern dies sinnvoll ist ist fraglich. Die zukünftigen französischen Atomraketen M51 werden zwar mit 8000 Kilometern eine geringere Reichweite haben, als die britisch-amerikanischen Trident, jedoch erheblich mehr als die für den Atomwaffeneinsatz vorgesehenen Kampfflugzeuge Mirage und Rafale, deren Reichweite deutlich unter 2000 Kilometern liegt. Im Klartext: Die U-Boote könnten mit ihren Raketen so gut wie jedes potenzielle Ziel erreichen und stellen eine ernstzunehmende Abschreckung dar, die Flugzeuge hingegen nicht. Genau vor diesem Hintergrund gab Großbritannien in den 90er Jahren seine kostspieligen luftgestützten Atomwaffen auf.
Großbritannien hat sein Arsenal bereits von einst 680 auf heute etwa 200 Sprengköpfe reduziert. Frankreichs Arsenal wird in den kommenden Jahren auf etwa 250 Sprengköpfe sinken, von einst 550 in den 80er Jahren. Die Beibehaltung der nuklearen Abschreckungsapparate Großbritanniens und Frankreichs steht (für mich) außer Frage aber gerade aufgrund der ernormen Kosten dieser Systeme sollte gelten: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Anders als Großbritannien möchte Frankreich jedoch auch weiterhin eine luftgestützte Komponente beibehalten, wenn auch in deutlich reduziertem Umfang. Großbritannien musterte 1998 seine letzten Atombomben zum Einsatz durch Kampfflugzeuge aus und hat seitdem seine Sprengköpfe komplett auf den vier Atom-U-Booten der Vanguard Klasse stationiert. Frankreich wird jedoch neben den Sprengköpfen auf seinen derzeit drei U-Booten der Triomphant Klasse (das vierte wird 2010 in Dienst gestellt) auch weiterhin Atomwaffen zum Einsatz durch Flugzeuge bereithalten.
Inwiefern dies sinnvoll ist ist fraglich. Die zukünftigen französischen Atomraketen M51 werden zwar mit 8000 Kilometern eine geringere Reichweite haben, als die britisch-amerikanischen Trident, jedoch erheblich mehr als die für den Atomwaffeneinsatz vorgesehenen Kampfflugzeuge Mirage und Rafale, deren Reichweite deutlich unter 2000 Kilometern liegt. Im Klartext: Die U-Boote könnten mit ihren Raketen so gut wie jedes potenzielle Ziel erreichen und stellen eine ernstzunehmende Abschreckung dar, die Flugzeuge hingegen nicht. Genau vor diesem Hintergrund gab Großbritannien in den 90er Jahren seine kostspieligen luftgestützten Atomwaffen auf.
Großbritannien hat sein Arsenal bereits von einst 680 auf heute etwa 200 Sprengköpfe reduziert. Frankreichs Arsenal wird in den kommenden Jahren auf etwa 250 Sprengköpfe sinken, von einst 550 in den 80er Jahren. Die Beibehaltung der nuklearen Abschreckungsapparate Großbritanniens und Frankreichs steht (für mich) außer Frage aber gerade aufgrund der ernormen Kosten dieser Systeme sollte gelten: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Christopher Kern - 22. Mrz, 02:22
