Royal Navy Deployments 04/2008

Nachdem die Royal Navy in den vergangenen Monaten aufgrund der Budgetkürzungen und Ausmusterungen von Schiffen massiv in die Kritik geraten war hat man nun den Eindruck, dass das Verteidigungsministerium versucht den schönen Schein zu wahren. Aktuell sind 55 Kriegsschiffe und U-Boote weltweit gleichzeitig im Einsaz, soviel wie seit drei Jahren nicht mehr. Auch wenn dies noch immer unter der eigentlichen Zielsetzung aus dem Jahr 2000 liegt, derzufolge stets 2/3 der Flotte (= 65 Schiffe) global operieren sollen, so scheint es doch ein Zeichen der Besserung zu sein.

Schaut man allerdings genauer hin erkennt man, dass die Probleme keineswegs kleiner geworden sind. Beide Flugzeugträger sind derzeit ohne Kampfflugzeuge unterwegs, die Ark Royal muss aufgrund eines Engpasses bei der Zerstörerflotte sogar auf Geleitschutz verzichten. In der Karibik kreuzt nur ein einzelnes Docklandungsschiff und der Pazifik wurde vorübergehend komplett aufgegeben, da die Fregatten im indischen Ozean und persischen Golf benötigt werden. Von einem Ende der Krise kann somit keine Rede sein. Fakt ist, dass die Royal Navy über deutlich weniger Schiffe verfügt als sie eigentlich benötigt und dass der derzeitige Einsatz von 55 Schiffen nur noch unter größten Kraftanstrengungen und zeitlich begrenzt möglich ist. Darüber können auch die positiven Berichte über die Operationen Joint Warrior und Orion nicht hinwegtäuschen.

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