New Light shed on 2003 Sea King Collision
Vor gut drei Jahren stürzte Nimrod XV230 bei einem Patrouillenflug über Afghanistan ab, alle 14 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die unverantwortliche Sparpolitik der Regierung und das bewusste Ignorieren von Problemen durch das Verteidigungsministerium waren schnell als Ursache des Absturzes ausgemacht. Gut drei Jahre danach entschuldigte sich das MoD jetzt erstmals offiziell bei den Familien der Opfer.
Dies sollte es nun auch endlich mal bei den Angehörigen der sieben Besatzungsmitglieder der beiden Sea King Helikopter des Fleet Air Arm tun, die 2003 über dem Persischen Golf kollidierten. Wie die heutige Ausgabe der Sunday Times berichtet, wieß das MoD damals im Vorfeld des Unglücks die zuständigen Stellen an, den Helikoptern die Einsatzerlaubnis zu erteilen, obwohl die Maschinen gemäß den Vorgaben des Herstellers Westland und der britischen Luftaufsichtsbehörde CAA als nicht flugtauglich respektive sicher eingestuft worden waren. Warnungen vor möglichen Zusammenstößen aufgrund fehlender, aus Kostengründen entfernter, Kollisionswarnlichter bei Einsätzen in der Dunkelheit wurden bewusst ignoriert. Dem MoD war bekannt, dass die stattdessen an den Helikoptern installierten Stroboskope (Blitzlichter) für diesen Hubschraubertyp aus gutem Grund nicht zugelassen waren, da sie die Piloten so blendeten, dass sie beispielsweise im Tiefflug über Wasser nichts mehr sehen konnten. Aus diesem Grund waren die Stroboskope bei Nachtflügen häufig abgeschaltet und es ist kein Wunder, dass die Piloten der beiden Sea Kings am Morgen des 22. März 2003 den jeweils anderen erst bemerkten als es zu spät war.
