Army & Air Force

Mittwoch, 25. November 2009

First Wildcat Takes to the Air

Am 12. November startete der erste Lynx Wildcat Helikopter in Yeovil zu seinem Erstflug. Der vormals als Future Lynx bezeichnete Hubschrauber ist eine Weiterentwicklung des bewährten Westland Lynx. Die Royal Navy soll insgesamt 28 Wildcats erhalten, die British Army 34. Die Auslieferung der ersten Maschinen ist für 2011 geplant, die Indienststellung ab 2014.

Freitag, 13. November 2009

First ever female Red Arrows Pilot

In der kommenden Airshow-Saison wird mit Flight Lieutenant Kirsty Moore erstmals eine Pilotin dem Team der Red Arrows angehören. Die 31-jährige gehörte bislang zu dem mit Tornado GR4 ausgestatteten XIII Squadron und war unter anderem im Irak im Einsatz.

Mittwoch, 4. November 2009

British Soldiers murdered in Afghanistan

Fünf britische Soldaten wurden gestern Nachmittag im Süden Afghanistans von einem afghanischen Polizisten getötet, sechs weitere sowie zwei Afghanen wurden verletzt. Die Getöteten waren Angehörige der Grenadier Guards und der Royal Military Police. Die Schießerei ereignete sich in einem Polizeigebäude in der Provinz Helmand, in dem afghanische Sicherheitskräfte von den britischen Streitkräften ausgebildet werden. Derzeit wird von einer Verbindung des Schützen zu den Taliban ausgegangen, die sich zu dem Angriff bekannt haben. Die Zahl der in Afghanistan getöteten britischen Soldaten steigt damit auf 229, alleine dieses Jahr waren es 92. Damit ist 2009 das blutigste Jahr für die britischen Streitkräfte seit 1982.

Sonntag, 8. März 2009

Terror Attack on Antrim Barracks

Über zehn Jahre lang war es ruhig in Nordirland, doch nun hat sich der Terror à la IRA zurückgemeldet. Bei einem Anschlag auf die Kaserne des 38 Engineer Regiment der British Army in Antrim wurden gestern Abend zwei Soldaten getötet und vier weitere Personen schwer verletzt. Nach bisherigen Informationen beschossen die Angreifer die Soldaten aus einem Van heraus mit automatischen Schusswaffen.

Erst vor gut einem Monat war in der Nähe einer anderen nordirischen Kaserne eine Autobombe mit gut 140 Kilogramm Sprengstoff entdeckt und kontrolliert gesprengt worden. Es ist fraglich, ob diese beiden Vorfälle nun nach den Jahren des Friedens wirklich eine neue Welle der Gewalt einleiten, wie manche Medien bereits titeln. Sie zeigen allerdings einmal mehr, dass das radikale Gedankengut der IRA und Sinn Féins noch längst nicht ausgestorben ist.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Four killed in RAF Mid-Air Collision

Bei der Kollision zweier Trainingsflugzeuge der Royal Air Force in Südwales sind heute Vormittag alle vier Insassen ums Leben gekommen. Die beiden Maschinen vom Typ Grob G 115 (RAF Bezeichnung "Tutor") stürzten in der Nähe des Ortes Maudlam, etwa 25 Kilometer vom Ausgangsflughafen St. Athan entfernt, auf unbewohntes Gebiet. An Bord befanden sich zwei Ausbilder des University of Wales Air Squadron und zwei 13 bzw. 14 Jahre alte Kadettinnen des Air Experience Flight.

Das Unglück kommt nur zwei Tage nach dem Absturz eines Harriers der RAF auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern, den beide Piloten dank Schleudersitz überlebten.

Montag, 25. August 2008

The Royal Air Force's Presence in Germany Today

Vor einigen Tagen wurde ich in einer e-mail gefragt, wie präsent die Royal Air Force eigentlich noch in Deutschland ist. Einem regelmäßigen Leser dieses Blogs waren meine Fotos von RAF-Flugzeugen auf dem Flughafen Hannover nicht entgangen. Daher, und mangels Neuigkeiten bei der Royal Navy, nun einmal ein Beitrag für diejenigen, die gerne mal wieder eine RAF-Maschine in Deutschland sehen möchten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Großbritannien bekanntlich eine der Besatzungsmächte und hatte etliche Truppenkontingente in Deutschland stationiert, wozu auch Einheiten der Royal Air Force gehörten. Diese wurden formell in der RAF Germany zusammengefasst. Unterhalten wurden bis zu 20 Stützpunkte in Deutschland, auf denen neben Hubschraubern auch Bomber und Transportflugzeuge stationiert waren. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde Großbritanniens militärische Präsenz in Deutschland jedoch nach und nach zurückgeschraubt und die RAF verschwand sogar komplett, da es für sie hier keine sinnvolle Verwendung mehr gab. Am 15. Juni 2001 endete mit der Schließung des Luftwaffenstützpunktes RAF Brüggen offiziell die Präsenz der RAF in Deutschland. Brüggen und Gütersloh werden vorläufig noch vom Army Air Corps der britischen Armee genutzt, wobei jedoch nur noch in Gütersloh Hubschrauber stationiert sind.

Dennoch zeigt sich die RAF weiterhin in Deutschland, hauptsächlich mit ihren Transportflugzeugen. Der Grund hierfür ist, dass noch gut 20.000 britische Soldaten in Deutschland stationiert sind, die British Forces Germany. Diese konzentrieren sich heute auf die Stützpunkte Paderborn und Bergen-Hohne (Lüneburger Heide). Da diese Einheiten kontinuierlich bei britischen Auslandseinsätzen, beispielsweise im Irak und Afghanistan, eingesetzt werden, sind regelmäßig Flugzeuge der RAF in Deutschland zu Gast, um die Soldaten oder Material zu transportieren. Zudem besteht zur Versorgung der Garnisonen ein regelmäßiger "Shuttle-Service" nach England.

Royal Air Force Vickers VC-10 im Anflug auf den Flughafen Hannover © Christopher Kern (2008)

Zu diesen Zwecken nutzt die RAF hauptsächlich den Flughafen Hannover, in geringem Maße vorläufig auch noch Düsseldorf. Auf anderen Flughäfen sind Maschinen der RAF, wenn überhaupt, nur noch sporadisch anzutreffen. Aufgrund seiner zentralen Lage zwischen den Standorten Paderborn und Bergen-Hohne bietet sich Hannover als zentrales Drehkreuz für die britischen Truppen in Deutschland an. Die RAF führt dort jährlich etwa 100 bis 150 Flüge durch. Eine Abordnung der RAF ist permanent auf dem Flughafen stationiert und die RAF verfügt über einen eigenen Terminal. Eingesetzt werden hauptsächlich Flugzeuge der Typen Vickers VC10 und Lockheed Tristar, die ansonsten in Kontinentaleuropa bereits de facto ausgestorben sind, sowie gecharterte Transportmaschinen. Gelegentlich werden für den Materialtransport zudem C-17 Globemaster III der RAF und die deutlich kleineren C-130 Hercules eingesetzt. Diese permanente Präsenz der RAF in Hannover wird voraussichtlich bis zum endgültigen Abzug der britischen Truppen aus Deutschland erhalten bleiben, der zwischen 2030 und 2035 erfolgen soll. Der Flughafen ist somit der letzte (inoffizielle) Stützpunkt der Royal Air Force in Deutschland.

Freitag, 15. August 2008

Antonov - a truly American Company

Nachdem ich im letzten Beitrag die Medien für ihre schlechte Recherche kritisiert habe, ist nun das Ministry of Defence dran. Auf der Website der Royal Air Force erschien gestern dieser Artikel, in dem über die Ankunft der ersten neuen gepanzerten Fahrzeuge des Typs Cougar/Ridgback in Brize Norton berichtet wird. Der Titel des Artikels lautet "US Antonov delivers first Ridgbacks to Brize". Was? Eine US-amerikanische Antonow? Konkret geht es um dieses Flugzeug:

© Christopher Kern (2007)

Das Flugzeug ist das einstmals größte der Welt, eine Antonow An-124. Diese wurde in den 70ern von der sowjetischen Firma Antonow entwickelt und gebaut. Nun gut, aber vielleicht ist mit US Antonow ja gemeint, dass sie von einer amerikanischen Airline betrieben wird?! Wie die Registrierung RA-82080, sozusagen das Nummernschild des Flugzeuges, auf den Fotos im Artikel deutlich zeigt, ist sie in Russland (Ländercode RA) angemeldet. Betreiber der Maschine ist Polet Airlines, ebenfalls aus Russland.

Wie also schafft es das MoD, aus diesem Flugzeug eine US-amerikanische Maschine zu machen? OK, das Flugzeug flog von den USA nach England, aber wenn ein Flugzeug der Lufthansa von Mallorca startet wird es ja auch nicht plötzlich spanisch. Zugegebenermaßen ist es ein eher kleiner Fehler, zumindest im Titel sollte aber auch auf solche Details geachtet werden.

Update (16.08.): Das MoD hat seinen Fehler scheinbar bemerkt und zumindest auf der MoD-Website den Titel des Artikels korrigiert. Auf der RAF-Website steht allerdings weiterhin der falsche Artikel.

Samstag, 2. August 2008

Rent a Copter

Großbritannien ist derzeit mit über 8.000 Soldaten in Afghanistan präsent und stellt damit das mit Abstand größte Kontingent nach den USA. Den Truppen stehen vor Ort jedoch lediglich 16 Transporthubschrauber zur Verfügung, so dass regelmäßig Konvois über Land geschickt werden müssen, die eigentlich für den Lufttansport vorgesehen sind. Dies setzt die Soldaten einem erheblich erhöhten Sicherheitsrisiko aus und ist ein wesentlicher Grund für die hohen britischen Opferzahlen der letzten Monate. Um diesen Engpass zu beseitigen, erwägt das Verteidigungsministerium nun Hubschrauber von anderen Nationen zu mieten, um sie in Afghanistan einzusetzen.

So lobenswert es auch erstmal ist, dass man in London endlich erkannt hat, dass mehr Hubschrauber benötigt werden, so muss man sich doch die Frage stellen, ob diese Situation nicht vermeidbar gewesen wäre. Die Helikopterflotte wurde in den vergangenen 10 Jahren um gut 25 Prozent verkleinert, gleichzeitig sank die durchschnittliche Einsatzbereitschaft der Hubschrauber von 70 auf 55 Prozent, bei einzelnen Hubschraubertypen liegt die Quote sogar nur noch bei etwa 30 Prozent. Grund hierfür sind, laut offiziellen Angaben, "Maßnahmen zur Effizienzsteigerung", oder im Klartext: Sparmaßnahmen. Dass es unter diesen Bedingungen zu einem Engpass kommen würde war absehbar - allerdings scheinbar nicht für die Damen und Herren in Whitehall.

Eigentlich hätte die Erfahrung mit der Reduzierung der Transportflugzeuge dem Verteidigungsministerium eine Lehre sein müssen, doch dem ist wohl nicht so. Beinahe täglich landen beispielsweise seit Ende April gecharterte amerikanische DC-10 Flugzeuge auf dem Flughafen Hannover, um von dort britische Einheiten der 1st Armoured Division in den Irak und nach Afghanistan zu transportieren, da der Royal Air Force inzwischen nicht mehr genug eigene Flugzeuge zur Verfügung stehen. Die Kosten für das Anmieten dieser Maschinen sind inzwischen höher, als wenn man eine entsprechende Anzahl eigener Flugzeuge für diesen Zweck bereitgehalten hätte. Das selbe Resultat ist nun auch bei der geplanten Anmietung zusätzlicher Transporthubschrauber zu erwarten. Wieder einmal ein trauriger Beleg dafür, wie gut durchdacht die "Sparpolitik" der Regierung wirklich ist.

Samstag, 12. Juli 2008

Royal Air Force Jubilee celebrated at Fairford

Nach dem großen Jubiläums-Flypast mit 55 Flugzeugen über London im Juni fand gestern auf der Luftwaffenbasis Fairford die offizielle Feier zum 90. Geburtstag der ältesten Luftwaffe der Welt statt.

Zum fünften Mal seit ihrer Thronbesteigung übergab Königin Elizabeth II. dabei der Royal Air Force eine neue Queen's Colour, das offizielle Banner der RAF. An der Seite der Königin nahm der 112-jährige Henry Allingham, das letzte noch lebende Gründungsmitglied der RAF, an den Feierlichkeiten teil. Abgeschlossen wurden diese mit dem größten Flypast seit 18 Jahren. Insgesamt überflogen 90 RAF Flugzeuge den Luftwaffenstützpunkt, eines für jedes Jahr der Royal Air Force. Hoffen wir mal, dass die RAF in zehn Jahren noch in der Lage sein wird, 100 Flugzeuge für die dann anstehenden Feierlichkeiten zusammen zu kriegen.

Es sei noch angemerkt, dass der Stützpunkt Fairford unmittelbar nach dem Ende der Feierlichkeiten durch stundenlangen Starkregen überflutet wurde und aus diesem Grund die morgen beginnende größte militärische Airshow der Welt, das Royal International Air Tattoo zum ersten Mal in ihrer Geschichte abgesagt werden musste. Manch einer mag das für ein schlechtes Omen halten ...

Dienstag, 8. Juli 2008

Vulcan back in the Skies

Seit 1998 ist ausschließlich die Royal Navy für die Atomwaffen des Vereinigten Königreichs zutändig, doch dies war nicht immer so. Pünktlich zu Fertigstellung der ersten britischen Atombombe stellte die Royal Air Force Anfang der 50er Jahre die legendären V-Bomber in Dienst, die im Ernstfall ihre Bomben über der Sowjetunion hätten abwerfen sollen.

Der zweifellos berühmteste der V-Bomber war die Avro Vulcan, die damals ihrer Zeit weit voraus war. Alleine von ihr wurden 134 Exemplare gebaut, doch mit dem Umstieg auf U-Boot gestützte Atomraketen kam in der 80er Jahren das Aus. Einige wenige Exemplare flogen noch bis 1993 auf Airshows, doch dann wurde auch die letzte Vulcan stillgelegt. Keine einzige Maschine wurde in flugfähigem Zustand erhalten.

Doch eine Gruppe von Vulcan-Fans wollte dies nicht hinnehmen und restaurierte eines der Flugzeuge in jahrelanger Kleinarbeit. Insgesamt sieben Millionen Pfund kostete das Projekt und am 19. Oktober 2007 hob erstmals seit 14 Jahren wieder eine Vulcan ab. Am vergangenen Samstag zelebrierte sie nun vor 125.000 begeisterten Zuschauern ihr offizielles Comeback auf der Luftwaffenbasis RAF Waddington. Weitere Auftritte folgen bereits in den kommenden Wochen auf den beiden weltgrößten Airshows in Farnborough und Fairford. Mit der Avro Vulcan kehrt ein Meisterwerk britischer Ingenieurskunst und eine Legende der Luftfahrt in den Himmel über England zurück. Damit wäre einmal mehr bewiesen, dass Totgesagte eben doch länger leben.

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