Falklands War

Montag, 10. März 2008

Remaining Vessels of the Falklands War

Bei einigen Beiträgen gab es in der Vergangenheit wohl ein paar Irritationen darüber, welche Schiffe des Falklandkrieges heute noch bei der Royal Navy und Royal Fleet Auxiliary im aktiven Dienst sind. Daher hier nun eine vollständige Auflistung: Einige weitere britische Schiffe des Falklandkrieges wurden inzwischen verkauft, sind jedoch noch immer bei anderen Marinen im Einsatz:

Brasilien:
HMS Brilliant (Fregatte), HMS Broadsword (Fregatte)

Ecuador:
HMS Penelope (Fregatte)

Indien:
HMS Hermes (Flugzeugträger)

Pakistan:
HMS Ambuscade (Fregatte), HMS Arrow (Fregatte), HMS Alacrity (Fregatte), HMS Avenger (Fregatte)

Eine Liste aller am Krieg beteiligten britischen Schiffe (inkl. Handelsschiffen) findet sich hier.

Dienstag, 19. Februar 2008

Falklands Hero Sir Bedivere retires

Gestern wurde in Marchwood mit der RFA Sir Bedivere das letzte Landungsschiff der Round Table Class außer Dienst gestellt. In den über 40 Jahren ihrer Dienstzeit leistete die Sir Bedivere der Royal Navy stets gute Dienste, vom Falklandkrieg bis zum Irakkrieg, und war noch bis vor wenigen Wochen im Persischen Golf im Einsatz.

RFA Sir Bedivere im Southampton Water

Nach der Ausmusterung der Sir Bedivere sind nun nur noch zwei Kriegsschiffe sowie drei Versorgungsschiffe des Falklandkrieges offiziell im Dienst. Damit geht langsam aber sicher eine Ära bei der Royal zu Ende.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

RFA Sir Galahad sold to Brazil

Es waren die Bilder der brennenden RFA Sir Galahad, die am Abend des 8. Juni 1982 um die Welt gingen und sich tief in das nationale Gedächtnis des Vereinigten Königreichs einbrannten. Getroffen von argentinischen Bomben wurde das amphibische Landungschiff zu einer Todesfalle für 48 Soldaten, über 150 wurden verletzt. Zwei Wochen später wurde das ausgebrannte Wrack von Bluff Cove auf das offene Meer geschleppt und durch die HMS Onyx versenkt. Die Sir Galahad war nicht das erste Schiff, dass die Royal Navy im Falklandkrieg verlor, insgesamt wurden außer ihr noch zwei Fregatten, zwei Zerstörer und ein Containerschiff versenkt, doch ihr Verlust wog im öffentlichen Bewusstsein besonders schwer.

Die Royal Navy entschied sich daher nach dem Krieg für einen bislang einmaligen Schritt. 1984 beschloss sie ein Nachfolgeschiff in Auftrag zu geben, dass auf der selben Grundkonstruktion basierte, und dieses nicht nur auf den gleichen Namen zu taufen, sondern ihm sogar die gleiche Kennnummer zu geben, L3505. Dies führte im Nachhinein bei vielen Leuten, die sich mit dem Thema nicht besonders gut auskannten, zu Irritationen, da sie der Meinung waren, die versenkte Sir Galahad wäre gehoben und repariert worden. 1986 lief die neue Sir Galahad in Wallsend am Tyne vom Stapel und wurde im folgenden Jahr in Dienst gestellt.

Sowohl im Golfkrieg 1991 als auch im Irakkrieg 2003 kämpfte die Sir Galahad an vorderster Front und koordinierte die Landung der britischen Truppen im Südirak. Eigentlich sollte das Schiff der Royal Navy noch bis 2015 gute Dienste leisten, doch die Kosteneinsparungen der Regierung führten zur vorzeitigen Ausmusterung im Juli 2006. Sie ereilte das gleiche Schicksal wie viele andere Schiffe der Royal Navy in den vergangenen Jahren, nämlich der Verkauf ins Ausland. Vorgestern nun wurde die Sir Galahad unter ihrem neuen Namen Garcia D'Avila in Portsmouth offiziell an die brasilianische Marine übergeben. Mit ihr verschwindet ein weiterer großer Name aus den Diensten der Royal Navy.

MOD - Sir Galahad joins the Brazilian Navy

Sonntag, 2. Dezember 2007

Farewell to a Falklands Hero

Mit der Korvette HMS Dumbarton Castle wurde am Donnerstag eines der drei letzten Kriegsschiffe des Falklandkrieges außer Dienst gestellt. Nur einen Monat nach ihrer Indienststellung eskortierte sie 1982 die britische Task Force zu den Falklandinseln. Während des Krieges pendelte sie mit ihrem 2005 außer Dienst gestellten Schwesterschiff HMS Leeds Castle zwischen dem britischen Stützpunkt Ascension Island und den Falklandinseln um die Flotte kontinuierlich mit Munition und Lebensmitteln zu versorgen.

In den folgenden 25 Jahren war die Dumbarton Castle das Falkland Islands Guardship und patrouillierte rund um das britische Hoheitsgebiet im Südatlantik. Am 28. September 2007 übergab sie diese Aufgabe offiziell an die nagelneue Korvette HMS Clyde und machte sich letztmalig auf den Rückweg nach England. Am 30. November wurde sie in Portsmouth außer Dienst gestellt.

Nach der Ausmusterung der Dumbarton Castle sind nun noch drei Kriegsschiffe des Falklandkrieges offiziell im Dienst. Der Zerstörer HMS Exeter soll 2008 außer Dienst gestellt werden genauso wie das Landungsschiff RFA Sir Bedivere, der Flugzeugträger HMS Invincible 2010.

Donnerstag, 29. November 2007

Secret Submarine Mission Revealed

Auch 25 Jahre nach dem Falklandkrieg liegen viele Details dieses Konfliktes noch immer im Dunkeln. Nun wurde ein weiteres, bislang unbekanntes Kapitel des Falklandkrieges bekannt. Da der britischen Flotte damals, anders als heute, adäquates Equipment zur Luftaufklärung über große Distanzen fehlte, agierten die fünf vor Ort befindlichen britischen Atom-U-Boote als provisorisches Frühwarnsystem. Sie postierten sich vor der argentinischen Küste und überwachten Starts und Landungen argentinischer Kampfflugzeuge. Auf diese Weise wusste die britische Flotte vor den Falklandinseln bereits 45 Minuten vor dem Eintreffen der gegnerischen Flugzeuge über diese bescheid und konnte entsprechend reagieren.

Obwohl dieses System erstaunlich gut funktionierte, hatte es auch seine Schwachstellen. Insgesamt sechs britische Schiffe wurden während des Krieges durch Argentinien versenkt oder irreperabel beschädigt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Verluste noch weit höher gewesen wären, wenn die Admiralität nicht über dieses ungewöhnliche Frühwarnsystem verfügt hätte.

The Times - Underwater and undercover: how nuclear subs were first line of Falklands defence

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