History

Montag, 16. Juni 2008

Discovery of HMS Ontario an "archaeological Miracle"

228 Jahre nach ihrem Untergang wurde nun das Wrack des 1780 gesunkenen britischen Kriegsschiffs HMS Ontario entdeckt. Es galt bereits damals als eine Ironie der Geschichte, dass die HMS Ontario ausgerechnet im Lake Ontario ihre letzte Ruhestätte fand. Die genau Position des Wracks blieb jedoch für mehr als zwei Jahrhunderte ein Geheimnis.

Der Zustand des Schiffes wird von seinen Entdeckern als "archäoligisches Wunder" bezeichnet. Trotz des Untergangs im Sturm, des Aufpralls auf dem Meeresgrund in 150 Metern Tiefe und der langen Zeit, die das hölzerne Schiff dem Wasser ausgesetzt war, ist das Wrack de facto intakt. Selbst die Masten stehen noch aufrecht auf dem Rumpf. Die HMS Ontario gilt damit als das am besten erhaltene Schiff des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Die HMS Ontario, eine Sloop der Royal Navy, war am 3. Oktober 1780 während eines Sturms im Lake Ontario gesunken. Sie gehörte zu den britischen Schiffen, die während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges die Great Lakes und damit die spätere Grenze zu Kanada sicherten. Von den 130 Personen an Bord, darunter 30 amerikanische Kriegsgefangene, überlebte niemand den Untergang. Lediglich sechs Leichen wurden später geborgen.

Unmittelbar nach ihrer Entdeckung wurde die HMS Ontario von der Royal Navy zur Kriegsgräberstätte erklärt.

Montag, 5. Mai 2008

HMS Fearless (Update)

Wie bereits berichtet befindet sich das Landungsschiff HMS Fearless seit Dezember im belgischen Gent, wo es verschrottet wird. Die Arbeiten am Schiff schreiten langsam aber kontinuierlich voran. Inzwischen ist ein Großteil der Aufbauten, inklusive der Brücke und der Schornsteine, demontiert. Auch das Schiffsinnere wurden inzwischen weitgehend leergeräumt. Vielen Dank an Paul Vermaut für das aktuelle Foto der Fearless.

HMS Fearless am 4. Mai 2008 in Gent. © Paul Vermaut

Unterdessen werden in Portsmouth die letzten Vorbereitungen am Schwesterschiff HMS Intrepid getroffen um es ebenfalls zu verschrotten. Anders als die Fearless soll die Intrepid jedoch auf einer britischen Werft abgewrackt werden.

Mittwoch, 9. April 2008

Further Shipwrecks to be protected as War Graves

Wie das Verteidigungsministerium (MOD) gestern in London mitteilte werden zehn weitere Schiffswracks offiziell zu Kriegsgräberstätten erklärt. Zu diesen gehört nun auch das deutsche U-Boot U-714, das 1945 vor Schottland versenkt wurde, und das britische Containerschiff Atlantic Conveyor, das im Falklandkrieg 1982 von argentinischen Kampfflugzeugen angegriffen und versenkt wurde.

Sonntag, 9. März 2008

Memorial Service for HMS Hunter

Eine Woche nach der Ortung des Wracks der HMS Hunter, die vor 68 Jahren während der Schlacht von Narvik versenkt wurde, fand gestern eine offizielle Gedenkveranstaltung über der Unglücksstelle statt. Angeführt von den amphibischen Flaggschiffen HMS Albion und HMS Bulwark sowie dem Landungsschiff RFA Mounts Bay und der Fregatte HMS Cornwall passierte eine Ehrenformation der Royal Navy das Wrack, das nun eine offizielle Kriegsgräberstätte ist. In wenigen Wochen wird ein U-Boot der Royal Navy eine Gedenktafel und das White Ensign am Wrack der HMS Hunter anbringen.

Donnerstag, 6. März 2008

HMS Hunter rediscovered off Norway!

Während eines gemeinsamen Manövers der britischen, norwegischen und niederländischen Marine wurde am 1. März vor der Küste Norwegens das Wrack der seit 68 Jahren vermissten HMS Hunter entdeckt. Der Zerstörer war am 10. April 1940 während der Schlacht von Narvik versenkt worden, wobei 110 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Versuche das Wrack zu orten waren in der Vergangenheit immer wieder gescheitert.

Dienstag, 5. Februar 2008

Remembering an Era

Am kommenden Wochenende wird der Flugzeugträger HMS Ark Royal an den Ort zurückkehren, an dem seine Geschichte vor 30 Jahren begann, nach Tyneside. 1978 war der heutige Stolz der Royal Navy hier bei Swan Hunter auf Kiel gelegt worden und die Marine erinnert während des Besuchs gerne an dieses Ereignis. Was bei all den Feierlichkeiten jedoch von offizieller Seite gerne verdrängt wird ist, dass die Ark Royal auch der letzte Flugzeugträger war, der am Tyne vom Stapel lief.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Flüsse Tyne und Clyde die unangefochtenen Zentren des globalen Schiffbaus. Mehr als die Hälfte aller weltweit gebauten Schiffe lief dort vom Stapel. Noch heute wird entlang der Flüsse gerne an die glorreiche Zeit erinnert, als die größten und berühmtesten Schiffe der Welt an ihren Ufern das Licht der Welt erblickten. Doch mit dem Untergang des Empire rutschte der britische Schiffbau schließlich von einer Krise in die nächste. Werftenfusionen und Verstaatlichungen waren letzte verzweifelte Versuche wenigstens noch etwas von der einstigen Größe zu bewahren, meist ohne Erfolg.

Am Clyde überlebten immerhin zwei der einst zehn großen Werften in Govan und Scotstoun und mit den milliardenschweren Aufträgen für die Daring Class und die Flugzeugträger der Queen Elizabeth Class scheint ihre Zukunft zumindest für einige Jahre gesichert.

Am Tyne jedoch ist die Ära des Schiffbaus endgültig zu Ende. Am 3. September 2005 lief mit dem Docklandungsschiff Lyme Bay das letzte am Tyne gebaute Schiff vom Stapel. Unmittelbar danach stellte Swan Hunter als letzte verbliebene Werft nach 145 Jahren den Betrieb ein. Einst Arbeitgeber für 100.000 Menschen, wird schon in Kürze nichts mehr an die großen Werften am Tyne erinnern, die den Fluss und die Region über mehr als ein Jahrhundert prägten und zum Stolz des Empires wurden.
“I can remember coming down and seeing Illustrious and Ark Royal being launched. My two children and the children of the future will never experience what it was like watch a ship being launched — the noise of the chains being dragged into the river and the hustle and bustle of the crowds. It was a very proud time.” - Mike Adie

Mittwoch, 23. Januar 2008

HMS Scylla Memorial in Plymouth

Vor gut drei Jahren wurde die Fregatte HMS Scylla in der Whitsand Bay vor Cornwall versenkt und dient seitdem als künstliches Riff. Seit Montag erinnert nun der Anker der Scylla im Hauptbahnhof von Plymouth an die letzte in der Stadt gebaute Fregatte. Mit ihm wird auch die Erinnerung an das britische Kriegsschiff aufrecht erhalten, das in seiner Dienstzeit die meisten Kollisionen zu verzeichnen hatte. 1973 rammte sie beim Auslaufen aus ihrem Heimthafen Plymouth die Torpoint Ferry und noch im selben Jahr kollidierte sie mit einem isländischen Trawler und einem Boot der isländischen Küstenwache. Kurz vor ihrer Ausmusterung stieß sie dann 1993 noch mit dem Tanker RFA Gold Rover zusammen. Auch ein Rekord, in gewisser Weise ...

Donnerstag, 3. Januar 2008

Fearless heads for Scrapyard - Part II

Erstmal wünsche ich natürlich allen ein frohes neues Jahr! Dieses beginnt mit einem Nachtrag zu meinem Beitrag vom 18. Dezember "Fearless heads for Scrapyard". Wie schon damals kritisiert, wurde dieses Ende einer Ära der Öffentlichkeit von der Royal Navy ganz bewusst verschwiegen, ich selber wurde nur durch eine merkwürdige Notiz in den Schiffsbewegungen von Portsmouth darauf aufmerksam.

Doch immerhin für einige Medien war das Ereignis von Bedeutung und sie berichteten über den Abschied der großen alten Dame der Royal Navy.

Samstag, 29. Dezember 2007

Another Year of Ups and Downs

Zum Jahresende wird es Zeit auf die vergangenen 12 Monate zurückzuschauen. Es war wieder einmal ein Jahr der Höhen und Tiefen für die Royal Navy. Es gab große Fortschritte bei der Erneuerung der Flotte, allen voran die Bestellung der beiden neuen Flugzeugträger, jedoch wurde sie auch weiter verkleinert. Dieses Jahr zeigte noch stärker als die vorherigen, dass die Royal Navy inzwischen an ihrem absoluten Limit operiert. Das Drama um die HMS Cornwall im persischen Golf und die Explosion auf der HMS Tireless vor Alaska erwiesen sich als symptomatisch für den aktuellen Zustand der Flotte. Nach dem Machtwechsel in Downing Street versprach Gordon Brown, dass die Royal Navy die Mittel erhalten wird, die sie zur Wahrnehmung ihrer globalen Verpflichtungen benötigt. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies nicht wie bei seinem Vorgänger Tony Blair als leeres Versprechen erweisen wird.

Ein ausführlicher Rückblick auf die Royal Navy 2007 findet sich auf Richard Beedalls Website Navy Matters

Samstag, 22. Dezember 2007

Die Bordkatzen der Royal Navy

Lange Jahre waren Katzen an Bord britischer Kriegsschiffe ein gewohntes Bild. Sie hielten Ratten und Ungeziefer fern und dienten der Besatzung als Maskottchen. Einige von ihnen machten sich besonders um die Royal Navy verdient, allen voran Simon, der 1949 mit dem Victoria Cross für besondere Tapferkeit ausgezeichnet wurde.

Doch mit den immer moderneren Kriegsschiffen und den aufkommenden Bedenken von Tierschützern über die Haltung an Bord von Schiffen verschwanden die Bordkatzen schließlich aus der Royal Navy. Die letzte von ihnen diente an Bord der HMS Coventry, die 1982 im Falklandkrieg versenkt wurde. Mit ihrem Untergang endete diese jahrhundertealte Tradition - mit einer Ausnahme. An Bord des größten Museumsschiffes der Royal Navy, dem Schlachtkreuzer HMS Belfast in London, sind die Bordkatzen weiterhin präsent. Kürzlich erhielt die Belfast nun zwei neue "Rekruten", Oscar und Kilo.

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