Naval Aviation

Freitag, 13. Juni 2008

Royal Navy's future Combat Aircraft takes to the Skies

Am vergangenen Mittwoch erhob sich Senkrechtstartervariante des modernsten Kampfflugzeuges der Welt, der gemeinsam von den USA und Großbritannien entwickelten F-35 Lightning II, erstmals in den Himmel über Texas. Eineinhalb Jahre nach dem Erstflug der landgestützten F-35A ist nun auch die für die zukünftigen Flugzeugträger der Royal Navy konzipierte F-35B auf dem Weg zur Serienreife. Gesteuert von einem ehemaligen Piloten der Royal Air Force absolvierte die Maschine einen 46 minütigen Testflug über Fort Worth.

Royal Navy und Royal Air Force werden insgesamt rund 150 F-35B beschaffen, die ab 2015 in Dienst gestellt werden sollen. Auch wenn es weiterhin inoffizielle Diskussionen im Verteidigungsministerium gibt, ob nicht doch besser die konventionelle Flugzeugträgervariante F-35C angeschafft werden soll, so scheint man sich nun doch endgültig für die senkrecht startende F-35B entschieden zu haben.

Freitag, 4. Januar 2008

MOD reconsidering F-35 Decision

Im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Flugzeugträger der Queen Elizabeth Class plant das Ministry of Defence (MOD) die Anschaffung von 138 Kampfflugzeugen des Typs F-35 Lightning II. Von diesem gibt es zwei Varianten zum Einsatz von Flugzeugträgern, die Senkrechtstartervariante (STOVL) F-35B und die konventionelle (CTOL oder CV) F-35C. Das MOD legte sich 2001 auf die F-35B fest, doch diese Entscheidung war bereits damals nicht unumstritten. Eine kurze Übersicht der Vorteile der beiden Versionen:

F-35B
  • benötigt keine Startkatapulte und Fangseile an Deck
  • kann von Orten ohne Start- und Landebahnen eingesetzt werden
  • geringere Spannweite (- 2,5 m)
  • günstigerer Stückpreis (- 3 %)
F-35C
  • größere Reichweite (+ 52 %)
  • größere Waffenlast (+ 54 %)
  • geringerer Treibstoffverbrauch (- 3 %)
Das MOD begründete seine Entscheidung für die F-35B häufig damit, dass durch die Einsparung von Startkatapulten und Fangseilen auf den Trägern die Gesamtkosten deutlich geringer sind. Diese Rechnung ist allerdings durchaus umstritten.

Im April 2007 bestätigte das MOD bereits, dass man weiterhin beide Varianten beobachte, auch wenn man an der Absichtserklärung zum Kauf der F-35B festhalte. In den vergangenen Wochen kristallisierte sich jedoch immer mehr heraus, dass der Trend inzwischen zu einer Änderung der Bestellung zur F-35C geht. Das MOD entfernte unter anderem sämtliche Statements von ihren Websites, die eine definitive Festlegung auf die F-35B enthielten. In diesem Zusammenhang ist auch eine Broschüre des Rüstungskonzerns Thales UK, neben BAE Systems Hauptentwickler der Queen Elizabeth Class, von Ende 2007 interessant. In dieser ist eine neue Computergrafik der Flugzeugträger in CTOL-Konfiguration sowie eine F-35C abgebildet. Es ist die erste Grafik seit rund fünf Jahren, die den Flugzeugträger nicht in STOVL-Konfiguration zeigt und damit bestätigt, dass die CTOL-Variante, entgegen aller Aussagen des MOD, weiterhin entwickelt wird.

Obwohl im letzten Video der Royal Navy noch anders dargestellt, wird die Bestellung der F-35C immer wahrscheinlicher und damit auch eine Änderung der neuen Flugzeugträger vom STOVL- auf das CTOL-Design. Das Problem ist, dass so langsam die Zeit drängt. Der Bau der HMS Queen Elizabeth soll spätestens Anfang 2009 beginnen. Mindestens sechs Monate vorher muss eine endgültige Entscheidung über das Kampfflugzeug gefallen sein, damit das Design der Flugzeugträger entsprechend angepasst werden kann. Damit dürfte 2008 noch einmal ein turbulentes Jahr für das Projekt werden.

Samstag, 29. Dezember 2007

F-35B Roll Out

Mit ein wenig Verspätung lief in der vergangenen Woche die erste F-35B Lightning II vom Band. Unter dem Projektnamen Joint Combat Aircraft (JCA) wird das Vereinigte Königreich voraussichtlich 138 dieser Kampfjets für die Royal Navy und Royal Air Force beschaffen. Sie sollen ab 2014 den Harrier ersetzen und werden vor allem von den neuen Flugzeugträgern der Queen Elizabeth Class eingesetzt werden. Wie schon der Harrier wird die F-35B senkrecht starten und landen können, jedoch über eine größere Reichweite, höhere Geschwindigkeit und Stealth Technologie verfügen.

Das Flugzeug ist eine britisch-amerikanische Gemeinschaftsentwicklung von BAE Systems, Lockheed Martin und Northrop Grumman. Neben dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten werden unter anderem auch Australien, Italien und die Niederlande die F-35 beschaffen.

Dienstag, 20. November 2007

First Steel Cut for Taranis

Der erste unbemannte Bomber der Royal Air Force nimmt langsam Gestalt an. Heute Vormittag begann BAE Systems in Warton mit dem Bau des ersten Prototypen des UCAV Taranis. 2010 soll der unbemannte Bomber zum ersten Mal abheben, als weltweit erstes Flugzeug seiner Art. Ab 2015 sollen dann die Serienmaschinen in Dienst gestellt werden. Auch eine Variante für die neuen Flugzeugträger der Royal Navy ist geplant.

MOD - Taranis thunders forward

Freitag, 9. November 2007

MQ-9 Reaper

Mit dem ersten Einsatz des MQ-9 Reaper begann anfang Oktober das Zeitalter der unbemannten Flugobjekte bei den britischen Streitkräften. Die Reaper ist eine deutlich leistungsfähigere Version des US-amerikanischen MQ-1 Predator, der durch die Tötung von Terroristen im Jemen, Irak und Afghanistan ins Blickfeld der Öffentlichkeit geriet. Die Reaper gehört zwar offiziell der Royal Air Force, wird jedoch gemeinsam mit der Royal Navy und British Army betrieben. Zwar setzte das Vereinigte Königreich auch bislang schon Drohnen zur Luftaufklärung ein, diese waren jedoch deutlich kleiner, simpler, nur für kurze Missionen geeignet und vor allem unbewaffnet. Mit dem Reaper verfügen die britischen Streitkräfte nun erstmals über Aufklärungsdrohnen (UAV) für lange Einsätze und mit Bewaffnung.

Zwar ist er noch bei Weitem kein vollwertiges unbemanntes Kampfflugzeug (UCAV), doch ist er ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Am ersten vollwertigen britischen UCAV wird derzeit bereits in den Rüstungsschmieden von BAE Systems unter dem Projektnamen Taranis gearbeit. Es soll etwa 2015 in Dienst gestellt werden und einige Jahre später auch von den neuen Flugzeugträgern der Queen Elizabeth Class operieren.

Von dieser zukünftigen Entwicklung abgesehen, bedeutet der Reaper aktuell eine wesentliche Steigerung der Leistungsfähigkeit der britischen Streitkräfte in Afghanistan. Das Vereinigte Königreich ist damit zudem das weltweit erste Land nach den USA, das bewaffnete Drohnen in Eigenregie betreibt.

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