Naval Bases

Freitag, 8. Mai 2009

Major Naval Base Shake-Up

Vor einigen Wochen hatte ich bereits über die Planungen der Royal Navy berichtet, den Stützpunkt Devonport deutlich zu verkleinern. Nun hat das Ministry of Defence seine Pläne offiziell vorgestellt, die für die drei Marinebasen wie folgt aussehen:

  • Portsmouth: Zusätzlich zu den Zerstörern und Flugzeugträgern werden auch die zukünftigen FSC-Fregatten in Portsmouth stationiert werden. Somit werden fast alle wesentlichen Elemente der Surface Fleet auf Portsmouth konzentriert und die Portsmouth Flottilla wird von 42 auf voraussichtlich 52 Schiffe (inkl. der 14 Patrouillenboote der Archer Class, die in Praxis aber an anderen Standorten stationiert sind) wachsen.

  • Devonport: Sämtliche Atom-U-Boote werden bis 2017 von Devonport nach Faslane verlegt. Die Type 23 Fregatten werden eventuell [im Klartext: auf jeden Fall] ab 2014 nach Portsmouth verlegt. Die Type 22 Fregatten bleiben bis zu ihrer Ausmusterung in Devonport, genauso wie die drei großen amphibischen Landungsschiffe (Ocean, Albion, Bulwark) und fünf Survey Vessels. Die Devonport Flottilla schrumpft damit von derzeit 26 auf nur noch zwölf Einheiten, nach der Ausmusterung der Type 22 Fregatten auf acht. Im Gegenzug wird Devonport, neben Rosyth, der wesentliche Stützpunkt für die Wartung, Reparatur und Modernisierung britischer Kriegsschiffe werden und die 1. Assault Group Royal Marines soll eventuell von Poole nach Devonport verlegt werden.

  • Faslane: Ab 2017 wird Faslane der alleinige U-Boot-Stützpunkt der Royal Navy sein. Zusätzlich bleiben die acht Minenabwehrschiffe der Hunt Class in Faslane. Die Faslane Flottilla wird damit langfristig von derzeit 13 auf 19 Einheiten wachsen.

Insgesamt kommt also alles so wie erwartet. Für Portsmouth und Faslane sind es positive Nachrichten, Devonports Zukunft ist weiter ungewiss. Devonport wird zwar wesentliche Aufgaben im Bereich der Wartung und Instandhaltung der Flotte von Portsmouth und Rosyth übernehmen, in welchem Umfang dies allerdings geschehen soll ist bislang unklar. Im Wesentlichen sind die gefällten Entscheidungen aber konsequent. Angesichts der immer kleiner werdenden Flotte müssen die Stützpunkte entsprechend angepasst werden. Die Konzentration der U-Boote auf Faslane sowie der Fregatten und Zerstörer auf Portsmouth ist eine sinnvolle Entscheidung. Nun muss sich das MoD nur noch überlegen, ob es Devonport langfristig als Flottenstützpunkt erhalten oder es, ähnlich wie Rosyth, zu einer reinen Werft umfunktionieren will.

Donnerstag, 16. April 2009

Frigates to leave Devonport

Nach langem hin und her wird nun doch eine deutliche Verkleinerung des Flottenstützpunktes Devonport erfolgen. In Kürze soll offiziell bekannt gegeben werden, dass die elf in Devonport verbliebenen Fregatten (4x Type 22, 7x Type 23) nach Portsmouth verlegt werden. Damit wird die gesamte Zerstörer- und Fregattenflotte auf Portsmouth konzentriert. Ursprünglich war geplant, als Ausgleich die acht Minenabwehrschiffe der Hunt-Klasse nach Devonport zu verlegen, doch diese Planungen scheinen inzwischen verworfen worden zu sein.

Somit wird die Devonport Flotilla auf nur noch 15 Schiffe reduziert. Bis 2022 sollen zudem die U-Boote der Trafalgar-Klasse ersatzlos ausgemustert werden, wodurch nur noch acht Schiffe in Devonport verbleiben würden. Was das in der langfristigen Perspektive für den Stützpunkt bedeutet, dürfte offensichtlich sein.

Dienstag, 1. Juli 2008

Defence Estates Development Plan 08

Das Verteidigungsministerium legte gestern den Defence Estates Development Plan 08 vor, der die zukünftige Entwicklung britischer Militärstützpunkte skizziert. Die wesentliche positive Nachricht ist, dass es in den kommenden 15 Jahren keine weiteren Schließungen von Royal Navy Stützpunkten geben wird. Alle drei Marinebasen (Portsmouth, Devonport, Faslane), beide Marinefliegerstützpunkte (Culdrose, Yeovilton) und alle Basen der Royal Marines bleiben erhalten. Auch die Zukunft der Versorgungsstützpunkte in Übersee ist vorerst gesichert.

Der Bericht weist allerdings darauf hin, dass es im Zuge der Flottenverkleinerung zu Kürzungen bei den Trainingseinrichtungen kommen könnte, da zukünftig weniger Personal ausgebildet werden muss. Wie üblich wird zudem angemahnt, dass weitere Möglichkeiten zur Kostensenkung zu erschlossen werden sollten. Insgesamt ist die Royal Navy in dem Bericht von allen drei Waffengattungen mit Abstand am glimpflichsten davon gekommen, was allerdings nicht über die Einsparungen an anderen Stellen und die bereits in den vergangenen Jahren erfolgten Einschnitte hinwegtäuschen darf.

Zur Überraschung vieler enthielt der Bericht eine weitere klare Aussage, die zwar nicht die Royal Navy aber dafür Deutschland wesentlich betrifft. Bislang wurde viel spekuliert, wie lange die 25.000 in Deutschland stationierten britischen Soldaten wohl noch im Land bleiben. Bereits im vergangenen Jahr war eine Reduzierung auf 16.000 Soldaten bis 2014 bekannt gegeben worden, doch über einen endgültigen Abzug hüllte man sich bislang in Schweigen. Nun jedoch ist es offiziell: Bis 2035 werden die letzten britischen Truppen Deutschland verlassen. Besonders die Kommunen in der Lüneburger Heide, für die die britischen Einheiten der mit Abstand wichtigste Wirtschaftsfaktor sind, haben nun endlich Gewissheit und noch genug Zeit, sich auf den kommenden Strukturwandel einzustellen.

Freitag, 6. Juni 2008

"The biggest Show since Trafalgar 200"

Das Image der Royal Navy hat in den vergangenen Jahren vor dem Hintergrund ständiger Budgetkürzungen sehr gelitten, nun bemüht sich die Marine es etwas aufzubessern. Drei Jahre nach dem gewaltigen Trafalgar 200 Spektakel, das unter anderem die größte Flottenparade und das größte Feuerwerksdisplay aller Zeiten beinhaltete, lädt die Royal Navy nun zu einem Sommerfest der etwas anderen Art.

Vom 25. bis 27. Juli öffnet die Marinebasis Portmouth ihre Türen für die Öffentlichkeit. Etliche Kriegsschiffe können besichtigt werden, darunter der Flugzeugträger HMS Illustrious. Außer den britischen sind auch eine Reihe ausländischer Kriegsschiffe zu Gast, unter anderem aus Japan, Brasilien und Frankreich. Zudem bieten Army, Navy und Air Force eine Vielzahl an Vorführungen zu Land, zu Wasser und in der Luft. Hierbei dürfen natürlich auch die legendären Red Arrows nicht fehlen. Zusätzlich bietet die Marine viele Aktionen zum Mitmachen an, insbesondere für Kinder und Jugendliche.

Wenn bei all dem dann auch noch das Wetter mitspielt, kann die Royal Navy endlich mal wieder auf ein paar positive Schlagzeilen hoffen.

Freitag, 21. März 2008

HMNB Portsmouth

Portsmouth ist seit Jahrhunderten die bedeutendste Basis der Royal Navy. Das folgende Video bietet einen guten Überblick über die Geschichte und Entwicklung des Stützpunktes im Laufe der Jahrhunderte:

Mittwoch, 20. Februar 2008

Babcock cuts 600 Jobs at Devonport

Die schon des Öfteren angesprochene Verkleinerung der Royal Navy wirkt sich nicht nur auf den militärischen sondern auch den zivilen Bereich aus. Das jüngste Beispiel hierfür ist die Streichung von 600 Arbeitsplätzen in der Marinewerft Devonport. Die Inzwischen von Babcock Marine betriebene Werft ist für die Reparatur und Modernisierung der gesamten britischen Atom-U-Boot-Flotte zuständig. Diese wurde jedoch seit 1997 um drei Einheiten auf 13 U-Boote reduziert, wobei bis 2010 eine weitere Verkleinerung auf 11 Boote vorgesehen ist. Entsprechend werden zukünftig in Devonport weniger Mitarbeiter für die anfallende Arbeit benötigt.

Dienstag, 12. Februar 2008

New Royal Navy Training Ship

Fast drei Jahre nach ihrer Ausmusterung hat das Minenabwehrschiff HMS Brecon heute ihre neue Aufgabe als Trainingsschiff der Royal Navy auf dem Stützpunkt HMS Raleigh übernommen. In den kommenden 20 Jahren wird der Veteran des Falklandkrieges nördlich von Torpoint im Fluss Lynher vor Anker liegen. Die HMS Brecon ersetzt das Frachtschiff Ajax, dass seit 1987 als Trainingsschiff diente.

Neben der HMS Brecon gibt es derzeit noch fünf weitere Trainingsschiffe in der Royal Navy: MOD - HMS Brecon begins life as Navy training ship

Donnerstag, 10. Januar 2008

Faslane 365

Unter dem Namen Faslane 365 protestierten Atomkraft- und Atomwaffen-Gegner ein Jahr lang vor den Toren der Marinebasis Faslane in Schottland. Nach dem Ende des Protests wird nun Bilanz gezogen. Um es kurz und knapp zusammenzufassen: Ein erfolgloser Versuch die Royal Navy lahm zu legen, der halb Schottland gegen die Organisatoren aufbrachte und auf Seiten der Demonstranten alles andere als legal und friedlich verlief. Unter anderem versuchte Greenpeace mit seiner Arctic Sunrise in die Basis einzudringen, was zur Beschlagnahmung des Schiffes durch die Marine führte.

Diesen Aktivisten mit ihren zweifelhaften Methoden geschieht es irgendwie Recht, dass gerade während ihes Protests im Mai letzten Jahres offiziell bekannt gegeben wurde, dass die Royal Navy ab 2023 eine neue Generation von ballistischen Atom-U-Booten als Träger der Trident-Atomraketen anschaffen wird. Damit wird das Vereinigte Königreich sein Atomwaffenarsenal mindestens bis ins Jahr 2050 aufrecht erhalten.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Royal Navy stoppt Stadionneubau in Portsmouth

Seit Jahren wird über den Neubau des Stadions des FC Portsmouth diskutiert, nach langem Ringen schien man sich vor sechs Monaten auf einen Standort verständigt zu haben. Das neue Fußballstadion sollte direkt am Wasser unweit der Marinebasis entstehen. Doch nun meldete die Royal Navy Bedenken bezüglich dieses Standorts an. Sie sieht in dem neuen Stadion unweit des Stützpunktes ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Diese Einschätzung wird inzwischen sowohl von den örtlichen Behörden wie auch von den Verantwortlichen des FC Portsmouth geteilt. Dementsprechend fiel nun die Entscheidung, das Stadion auf Horsea Island im Norden von Portsmouth zu bauen. Zwar ist die Royal Navy auch hier mit der Defence Diving School präsent, doch gilt diese sicherheitstechnisch als weniger sensibel als die Marinebasis, die u.a. ab 2014 die neuen Flugzeugträger der Queen Elizabeth Class beheimaten wird. Zudem ermöglicht der Standort auf Horsea Island eine größere Pufferzone zwischen dem Stadion und den militärischen Einrichtungen. Eine weise Entscheidung.

BBC News - Pompey switch site of new stadium

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