Royal Marines

Samstag, 24. Januar 2009

New Raiding Craft for the Royal Marines

In den vergangenen Jahren gab es nur einen Bereich der Royal Navy, der keinerlei Kürzungen in Kauf nehmen musste und stattdessen sogar deutlich ausgebaut wurde: die amphibischen Streitkräfte. Mit dem Hubschrauberträger HMS Ocean, dem de facto Hubschrauberträger HMS Ark Royal, zwei Docklandungsschiffen der Albion Class, vier Docklandungsschiffen der Bay Class sowie beträchtlichen zusätzlichen Kapazitäten an Bord der RFA Argus, der Flottenversorger der Fort Victoria Class und der zukünftigen Zerstörer der Daring Class steht dieser Bereich, auch im internationalen Vergleich, so gut da wie kein anderer der Royal Navy. In den vergangenen Jahren wurden zudem neue Hochgeschwindigkeitsboote und LCU MK10s-Landungsboote für die Royal Marines beschafft und in Kürze wird ein Auftrag für neue Hovercrafts als Ersatz für die derzeitigen Griffon 2000TD ausgeschrieben werden.

Bei all diesen Anschaffungen fiel eine wichtige Forderung der Marines allerdings lange Zeit unter den Tisch, nämlich die Beschaffung besser gepanzerter und bewaffneter Patrouillenboote für Flüsse und Küstengewässer sowie zum Schutz von Boarding Teams. Nachdem Patrouillen der Marines im Irak mehrfach unter feindlichen Beschuss gerieten erkannte das Verteidigungsministerium jedoch schließlich die Notwendigkeit dieser Einheiten. Die ersten der neuen, verbesserten Raiding Craft wurden nun beim 539 Assault Squadron der Royal Marines in Dienst gestellt. Gegenüber den oben genannten Neuanschaffungen sind die luftverlegbaren Boote mit einem Stückpreis von £200,000 spottbillig. Dies zeigt einmal mehr, dass gelegentlich auch simples und kostengünstiges Equipment die Leistungsfähigkeit der Streitkräfte erheblich erhöhen kann. Dies gerät bei den Milliardenschweren Beschaffungen überteuerter Zerstörer und U-Boote nur allzu leicht in Vergessenheit. Es muss auch heutzutage nicht immer teuere Hightech sein.

Donnerstag, 11. September 2008

Bureaucracy at its Best

Wieder einmal hat die Bürokratie über den gesunden Menschenverstand triumphiert. Ende August lag das Docklandungsschiff RFA Mounts Bay anlässlich der Bournemouth Air Show vor der Küste Dorsets vor Anker, wo es von Interessierten besichtigt werden konnte. Um die Besucher auf das Schiff zu bringen sollte ein LCVP Landungsboot der Royal Marines eingesetzt werden.

Doch nachdem das Boot bereits einige Fahrten durchgeführt hatte schritt die Maritime and Coastguard Agency (MCA) ein und verbot den weiteren Einsatz. Die Royal Navy musste daher kurzfristig zwei zivile Boote mieten, um die Besucher an Bord zu bringen. Der Grund? Sicherheitsbedenken? Nein, dem Boot fehlte schlicht und einfach die Lizenz MGN 280, die für den Transport ziviler Passagiere erforderlich ist.

Übrigens: Während die Passagiere an Bord des Landungsbootes Rettungswesten tragen mussten, war dies auf den zivilen Booten nicht vorgeschrieben. Soviel zum Thema Sicherheit . Wie gut, dass die MCA vor den Küsten des Libanon oder Sierra Leones nicht zuständig ist. Das wäre bei den dortigen Evakuierungsaktionen der vergangenen Jahre lustig geworden: "Oh, you're civilian? Sorry, wrong certificate. We'll hire you a fishing boat."

Dienstag, 22. April 2008

Marines launch P&O Ventura

Nachdem die Flasche bei der Schiffstaufe der Queen Victoria nicht beim ersten Versuch zerbrach, ging man nun bei der Taufe von Großbritannniens größtem Kreuzfahrtschiff, der P&O Ventura, auf Nummer sicher: Auf Anweisung der Taufpatin Dame Helen Mirren seilten sich zwei Royal Marines vom Schiff ab und zerschlugen die Flaschen am Rumpf.

Donnerstag, 3. April 2008

Royal Marine to be awarded the Victoria Cross

Der Begriff des Helden wird inzwischen sehr inflationär gebraucht, doch gelegentlich ist diese Bezeichnung wirklich zutreffend. Als eine Einheit der Royal Marines kürzlich in Afghanistan ein Versteck der Taliban inspizierte wurde eine Sprengfalle ausgelöst. Der 24-jährige Lance Corporal Matt Croucher warf sich daraufhin auf den Sprengsatz um seine Kameraden zu retten. Zum Erstaunen aller überlebte er die Explosion mit lediglich leichten Verletzungen.

Für seinen mutigen und selbstlosen Einsatz wurde er nun von seinen Vorgesetzten für das Victoria Cross vorgeschlagen, die höchste militärische Auszeichnung des Vereinigten Königreichs für außerordentliche Leistungen im Einsatz. Seit dem 2. Weltkrieg wurde das VC bislang nur 13 Mal verliehen.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Neues Stealth-Boot für die Royal Marines

Im Vergleich zu den meisten anderen Staaten veröffentlicht das Vereinigte Königreich erstaunlich viele Informationen über seine Streitkräfte. Doch es gibt immer noch einige Dinge, die weiterhin im Verborgenen ablaufen und zu denen man auf keiner Website des Verteidigungsministeriums Informationen findet. Hierzu gehört eine neue Generation von Speedbooten, die seit Ende letzten Jahres von den Royal Marines eingesetzt werden. Die neuen Stealth-Boote erreichen bei einer Länge von 19 und einer Breite von 4 Metern Geschwindigkeiten von 120 Km/h und werden derzeit entlang der englischen Südküste erprobt.

© BNPS

Sie sollen zukünftig sowohl für die Überwachung britischer Hoheitsgewässer als auch für weltweite Marineoperationen eingesetzt werden. Sie sind so konzipiert, dass sie in den Docklandungsschiffen der Albion Class und der Bay Class transportiert werden können. Inbesondere die Eliteeinheit Special Boat Service (SBS) dürfte zukünftig häufiger in diesen Schnellbooten anzutreffen sein.

Zudem wird bereits an einem weiteren Schnellboot mit der Bezeichnung VSV 22 gearbeitet, das im kommenden Jahrzehnt in Dienst gestellt werden soll. Anders als die jetzt eingeführten Stealth-Boote taucht es durch die Wellen anstatt auf ihnen zu fahren, was den Einsatz auch bei hohem Seegang wesentlich erleichtert. Das VSV 22 solle eine vergrößerte Weiterentwicklung des VSV 16 sein, das bereits seit 1999 zu Testzwecken vom SBS eingesetzt wird.

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