Submarines

Freitag, 20. November 2009

HMS Astute arrives on the Clyde

Fünf Tage nach Beginn ihrer ersten Testfahrt ist die HMS Astute heute erstmals in ihren neuen Heimathafen Faslane eingelaufen.

Montag, 16. November 2009

HMS Astute heading for Faslane

Knapp 2 1/2 Jahre nach ihrem Stapellauf ist die HMS Astute gestern Morgen endlich zu ihrer ersten Testfahrt aufgebrochen, die sie direkt zu ihrem neuen Heimathafen Faslane führen wird.

Dienstag, 10. November 2009

HMS Trafalgar sails into Devonport for the final Time

Zum letzten Mal lief das Atom-U-Boot HMS Trafalgar heute Nachmittag in seinen Heimathafen Devonport ein. Bei ihrer Indienststellung wurde sie als modernstes U-Boot der Welt gefeiert, nun verabschiedet sie sich nach über 26 Jahren im Dienst der Royal Navy als erste Einheit ihrer Klasse in den Ruhestand. Die offizielle Außerdienststellung wird am 4. Dezember erfolgen.

Sonntag, 27. September 2009

Trident Fleet to be cut

Noch ein etwas verspäteter Nachtrag zu meinem letzten Beitrag über Großbritanniens nuklearen Abschreckungsapparat. Wie Gordon Brown in seiner Rede vor den Vereinten Nationen sagte, wird die nächste Generation strategischer Atom-U-Boote nur noch aus drei statt vier Einheiten bestehen. Eine große Sensation ist die Meldung wahrlich nicht, da dies bereits seit über einem Jahr bekannt und auf etlichen Websites nachzulesen ist. Nur die Medien scheinen davon bislang offensichtlich nichts mitbekommen zu haben.

Dienstag, 22. September 2009

Trident Replacement to be axed?

Nachdem nun auch die Tories angekündigt haben, im (wahrscheinlichen) Falle eines Wahlsieges den Sinn und Unsinn einiger aktueller Rüstungsprojekte noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen, ist erneut eine öffentliche Diskussion darüber entbrannt, welche Beschaffungsmaßnahmen gestrichen werden sollten. Ein paar Punkte hatte ich diesbezüglich ja schon vor einigen Tagen angesprochen.

HMS Vanguard at Port Canaveral (USA) in 1994

Das neue Lieblingsziel von Politikern, Medien und Öffentlichkeit ist nun der Ersatz für die strategischen Atom-U-Boote (SSBN) der Vanguard Class. Bereits heute kostet der Betrieb der vier SSBN und der Trident-Raketen über zwei Mrd. Pfund pro Jahr. Die Gesamtkosten für den Betrieb des Trident-Systems und den Ersatz der Vanguard Class durch neue U-Boote wird für die Jahre 2010 bis 2030 auf insgesamt 72 bis 97 Mrd. Pfund geschätzt. Daher werden immer mehr Stimmen laut, die einen Verzicht auf einen Trident-Ersatz oder zumindest eine deutlich kostengünstigere Alternative fordern. Als Alternative kommen hier Luft-Boden-Lenkwaffen in Frage, die auf den Flugzeugträgern der Queen Elizabeth Class stationiert und von F-35 Kampfjets eingesetzt werden könnten. Ähnlich verfährt schließlich auch Frankreich mit seinen ASMP-Lenkwaffen an Bord der Charles de Gaulle.

Aus meiner Sicht wäre der Verzicht auf neue SSBN eine sinnvolle Maßnahme. Ein luftgestütztes System würde, sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb, nur einen Bruchteil dessen kosten, was man für ein U-Boot-gestütztes System ausgeben muss. Und seien wir realistisch: Wie wahrscheinlich ist es, dass Großbritannien jemals gezwungen sein wird, seine Atomwaffen tatsächlich einzusetzen? Die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null. Primäre Aufgabe der Atomwaffenarsenale war und ist die Abschreckung und diese hat während des Kalten Krieges zweifellos gute Dienste geleistet. Man muss sich aber schon Fragen, wieviel man dafür heute noch bezahlen möchte. Gerade wenn aufgrund knapper Kassen an allen Ecken und Enden gespart wird sollte man mal darüber nachdenken, ob es nicht sinnvollere Verwendungszwecke für die vielen Milliarden Pfund gibt, die das Trident-System kostet.

Für Großbritannien geht es im Wesentlichen darum, sich auch weiterhin als Atommacht bezeichnen zu können und dafür reichen ein paar Luft-Boden-Lenkwaffen völlig aus. Natürlich ist es prestigeträchtiger eine eigene SSBN-Flotte zu unterhalten, als einfach nur ein paar Sprengköpfe irgendwo auf einem Flugzeugträger rumliegen zu haben, aber an dieser Stelle sollte man dann doch mal über seinen Schatten springen. Was nützt schließlich der Ruf als Atommacht ersten Ranges, wenn man aufgrund dessen nicht in der Lage ist, den Rest seiner Streitkräfte vernünftig auszustatten und zu unterhalten.

Samstag, 19. September 2009

HMS Astute comes alive

Nach etlichen Verzögerungen in der Vergangenheit geht es nun bei den Vorbereitungen zur Indienststellung der HMS Astute voran. Vor wenigen Tagen wurde der Reaktor des Atom-U-Boots erstmals hochgefahren. Die ersten Testfahrten der Astute sollen in den nächsten Wochen beginnen.

Dienstag, 21. April 2009

Fire onboard HMS Astute

Die Pannen beim Bau der U-Boote der Astute Class gehen weiter. Am Samstag gerieten Gummikacheln am Turm der HMS Astute in Brand, während sie in Barrow-in-Furness auf ihre ersten Erprobungsfahrten vorbereitet wurde. Der entstandene Schaden ist nach ersten Einschätzungen gering und dürfte schnell behoben sein, so dass derzeit nicht mit weiteren Verzögerungen bei der Auslieferung des Bootes gerechnet wird. Bereits Ende März war es in der Werft zu einem Feuer gekommen. Damals gerieten Dämmkacheln der im Bau befindlichen HMS Ambush in Brand.

Montag, 16. Februar 2009

Nuclear Submarines collide in Atlantic

Wie das Verteidigungsministerium heute mitteilte, ist es Anfang des Monats zu einer Kollision zwischen dem ballistischen Atom-U-Boot HMS Vanguard und seinem französischen Gegenstück Le Triomphant gekommen. Der Zwischenfall ereignete sich bei geringer Geschwindigkeit und es gab nach offiziellen Angaben keine Verletzten. Durch den Zustammenstoß wurde u.a. das Sonar der Le Triomphant beschädigt. Über das genaue Ausmaß der Schäden an der HMS Vanguard ist bislang nichts bekannt, es wird lediglich von "sichtbaren Beulen und Schrammen" berichtet. Beide U-Boote sind inzwischen zu ihren Stützpunkten Faslane bzw. Île Longue zurückgekehrt. Entgegen anderslautender Meldungen mancher (auch deutscher) Medien, die einfach bei der Sun abgeschrieben haben, kehrte die HMS Vanguard aus eigener Kraft nach Faslane zurück. Die Schlepper wurden lediglich verwendet um sie zu ihrer Anlegestelle zu bugsieren, wie es mit jedem U-Boot in der Basis gemacht wird.

HMS Vanguard at Port Canaveral (USA) in 1994

Bei der Kollision handelt es sich um den ersten schwereren Zwischenfall mit einem Atom-U-Boot der Vanguard Class. Allerdings ist es bereits das vierte ernstzunehmende Unglück mit einem britischen Kriegsschiff (davon das dritte mit einem U-Boot) innerhalb der letzten zwei Jahre. Am 21. März 2007 explodierte an Bord des U-Bootes HMS Tireless eine Sauerstoffkerze und tötete zwei Besatzungsmitglieder. Am 26. Mai 2008 kollidierte dann das U-Boot HMS Superb im Roten Meer mit einem Felsen. Am 16. Dezember 2008 kam es schließlich an Bord des Eisbrechers HMS Endurance zu einem beträchtlichen Wassereinbruch, der das Schiffe beinahe zum Kentern brachte. Es läuft wirklich nicht gut für die Royal Navy.

Samstag, 22. November 2008

Nuclear Leak at HMNB Devonport

Die Royal Navy hat in letzter Zeit wenig Glück mit ihren U-Booten. Nachdem die HMS Superb im Roten Meer auf Grund lief und sich die Auslieferung der HMS Astute nach Defekten am Antriebssystem verzögerte trat nun aus der HMS Trafalgar radioaktive Kühlflüssigkeit aus. In der Marinebasis Devonport brach eine Leitung, durch die die Flüssigkeit vom U-Boot in einen an Land befindlichen Tank gepumpt wurde und gut 280 Liter ergossen sich in den Hamoaze. Zwar ist der Anteil radioaktiven Materials und die Gefährdung für Mensch und Natur gering, doch spielt dieser Zwischenfall leider erneut Gruppen wie Trident Ploughshares in die Hände, die seit langem für die atomare Abrüstung und gegen die Präsenz der Atom-U-Boote in Plymouth protestieren.

Montag, 20. Oktober 2008

Britain's decommissioned Nuclear Submarines

Heute gibt es mal wieder eine Antwort auf eine Frage, die mich per e-mail erreichte: Was ist eigentlich mit den ausgemusterten Atom-U-Booten passiert? Um es kurz zu machen: bislang nicht viel. Insgesamt sind bis heute 15 Atom-U-Boote der Royal Navy ausgemustert worden. Von diesen wurde bisher nur ein einziges soweit bearbeitet, dass es als Museumsschiff ausgestellt werden kann. Die restlichen 14 Einheiten sind weiterhin, mit entleerten Reaktoren, in Rosyth und Devonport aufgelegt. Bei einigen der älteren Boote wurde inzwischen damit begonnen, zumindest Teile der Reaktoren zu entfernen, doch lässt die eigentliche Verschrottung weiterhin auf sich Warten. Ähnlich wie Frankreich (und anders als die USA) setzt Großbritannien darauf, die U-Boote so lange wie möglich aufzulegen und die Entsorgung, u.a. mangels eines Endlagers für die strahlenden Teile, hinauszuzögern. Inwieweit dies ökologisch und finanziell sinnvoll ist ist umstritten.

U-Boot Indienststellung Ausmusterung Aufgelegt in
HMS Dreadnought 1963 1982 Rosyth
HMS Valiant 1966 1994 Devonport
HMS Warspite 1967 1991 Devonport
HMS Resolution 1967 1994 Rosyth
HMS Repulse 1968 1996 Rosyth
HMS Renown 1968 1996 Rosyth
HMS Revenge 1969 1992 Rosyth
HMS Churchill 1970 1991 Rosyth
HMS Conqueror 1970 1990 Devonport
HMS Courageous 1971 1992 Museumsschiff in Devonport
HMS Swiftsure 1971 1992 Rosyth
HMS Sovereign 1974 2006 Devonport
HMS Superb 1976 2008 Devonport
HMS Spartan 1979 2006 Devonport
HMS Splendid 1981 2004 Devonport

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